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Eine Sensation aus Barmherzigkeit

von Ey Lou Flynn | 27 Kommentare
 

Heute ist Nikolaus! Genauer gesagt ist heute sein Todestag. Der muss andächtig gefeiert werden! Ich habe mir da etwas ganz Besonderes ausgedacht:

Seit Oktober gibt es jetzt schon mein Album. “Naja, ich hab’ mein Bestes gegeben!”, Du weißt schon. Kostenlos zum Download oder für ein paar Euro auf CD. Das wird sich nun ändern. Denn als ich heute Mittag aufgestanden bin, fuhr der Geist des heil’gen Nikolaus in mich und stellte mich auf die Probe. Eine tolle Luxusvilla mit Pool, diamantenbesetzte Groupies, ein Leben in Saus und Braus, meine eigene Pazifikinsel – wollte ich das wirklich? Hmmm… Nein! Will ich nicht, brauch ich nicht! Ich will bettelarm und reinen Herzens sein! Deswegen stelle ich den Albumverkauf ab sofort ein. Hab genug verkauft. Die CD gibt’s jetzt kostenlos! Als Geschenk. Zu Weihnachten!

Hö? Umsonst? Ohne kommerzielle Hintergedanken? Ja. Eigentlich ist das Album sowieso unbezahlbar, genau wie die Sonne, der Mond und die Sterne. Wenn ein Musikfan mit leuchtenden Augen und leeren Taschen zu mir kommt, weil er soooooo gerne Ey Lou Flynns CD hätte – wie kann ich da “Nein” sagen? Nein, nein, nein, das kann ich nicht. Jedes Glück erfordert ein Opfer, la la la. Ich werde meine letzten Ersparnisse opfern, damit Du glücklich sein kannst. Denn – ich – bin – nett.

Kommen wir zur Bescherung. Klick auf das Geschenk, um Dich mit dem alternativsten Offenbacher Musikalbum aller Zeiten bescheren zu lassen:

geschenk666

Ach so: Nur ein Album-Geschenk pro Person, auch Barmherzigkeit hat irgendwo ihre Grenzen!

“Was soll DAS denn jetzt? Buuuh! Ich hab 11 Euro für das Album ausgegeben! Wenn ich gewusst hätte, dass es jetzt auf einmal verschenkt wird…. total unfair!”  Ahhhh, ich wusste, dass das kommt. Du hast mein Album gekauft? DANKE! Du bist sauer? Dann lies meine Verteidigungsrede:

Nicht vergessen, auch Dir habe ich eine CD geschenkt. Jedem Albumkäufer habe ich nämlich noch ein zweites Album beigelegt. Weil – ich – nett – bin. Klar, Du hast natürlich trotzdem 11 Euro gezahlt. 11 Euro sind aber kein Vermögen. Und schon gar keine Abzocke für das üppige Päckchen, das ich Dir geschickt habe. Hätte niemand die CD gekauft, hätte ich jetzt gar keine Kohle, um sie auf meine Kosten zu verschicken. Du bist das Rückgrat von Ey Lou Flynn. Du bist ein Superheld! Weil Du so toll bist, schreibe ich Dir gerne eine Weihnachtskarte. Schick mir eine Mail ( “Karte her!” ), wenn Du eine Karte willst. Schönschrift ist aber nicht drin. Naa, zufrieden? Gut!

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veröffentlicht: 6/12/09
 

27 Kommentare zu „Eine Sensation aus Barmherzigkeit“

  1. Patrick sagt:

    Ich find die Aktion offen gesagt einfach nur scheiße.

    Wie du vielleicht weißt, spiele ich auch in einer Band. Ich bin nicht sicher, wie es bei dir ist, aber ich kann dir versichern, jeder von uns hängt sich 100% in rein. Heutzutage kannst du als Band aber noch so gut sein, du kommst auf keinen grünen Zweig mehr. Der Filesharing-Pest sei Dank. Keiner sieht mehr ein, für unsere Kunst Geld zu bezahlen, oh, warum auch, es gibt ja alles kostenlos! Wir sind nach Jahren ernsthaft kurz davor, alles hinzuschmeißen, weil diese unsägliche Ignoranz der Leute einfach unerträglich ist. Wovon sollen Musiker leben? Keiner verschwendet darauf auch nur einen Gedanken.

    Wenn du alle Songs runterladbar machst wie bisher, meinetwegen. Dann bist du halt auch nur ein Mitläufer, der dem Verfall der Musikkultur nichts entgegensetzt. Das ist weder mutig noch “edel”, aber ich habe Verständnis dafür, wenn Bands und Musiker es heute so handhaben, anders kommt man heutzutage wohl kaum noch an neue Fans.

    Wenn du nun auch noch anfängst, CDs zu verschenken, läufst du nicht länger nur dem Trend hinterher, sondern verstärkst ihn durch dein eigenes Handeln noch weiter!!! Du setzt damit ein gefährliches Signal. Sollen zukünftig alle Bands ihre CDs verschenken? Dann gute Nacht! Musik ist nicht kostenlos, einer muss IMMER den Preis zahlen. Du hast dich entschieden, dass du alleine den Preis zahlen willst und niemand von deinen “Fans”, wenn man sie noch so nennen kann, auch nur einen Cent beisteuern muss. Wenn du den Weg gehen willst, bitte. Ich geb dir noch ein Jahr, dann hast du aufgegeben, weil du merkst, dass es nichts bringt.

    Mich ärgert nur, dass Leute wie du mit ihren beknackten Aktionen auch anderen Bands schaden, die sich etwas aufbauen wollen. Wenn noch mehr kommen, die CDs verschenken, wird es ganz schnell salonfähig. Irgendwann müssen Bands ihren Fans noch Geld zahlen, oder wie siehst du das? Ob das dein Wille ist oder nicht, du leistest der ganzen Piraterie-Schiene und Kostenlos-Kultur ununterbrochen Vorschub. Verantwortungsbewusstsein = 0.

    Mensch, mach diesen Scheiß doch nicht mit. Hast du so wenig Selbstvertrauen, dass du dich dermaßen unter Wert verkaufst? Starte doch einen Onlineshop, verkaufe das Album für 14.99 und einzelne Songs für 99 Cent, das ist immer noch fast geschenkt. Wenn dann keiner etwas kauft, siehst du mal, wie fatal die Situation für andere Bands ist. Immer noch besser, als auf eigene Kosten gierigen “Fans” ihren Geiz zu finanzieren. Denk mal drüber nach.

    Grüße,
    Patrick

  2. Gurke sagt:

    Schonmal drüber nachgedacht, dass es für Musiker auch durchaus überaus wertvoll sein kann, dass Leute ihre Musik HÖREN?
    Musik ist meiner Ansicht nach kein Produkt, dass man nach Lust und Laune verscherbeln kann, sondern Kunst. Wen auch teils eine brotlose Kunst. Aber Kunst lebt von ihren Betrachtern, Musik dementsprechend von ihren Hörern. Sie wurde (im besten und sinnvollsten Fall wenn es wirklich gute Musik ist) nicht gemacht um den größten Profit daraus zu ziehen, sondern aus “Spaß” und evtl. dem Willen anderen Menschen etwas mitzuteilen.
    “Copy (Filesharing, etc.) kills Music” scheint eine deiner Ansichten zu sein? Aber ich denke, dass man Musik gar nicht töten kann! Ein wahrer Musiker (und damit erhebe ich Ey Lou Flynn in die Reihen eines solchen) macht Musik, weil er Musik machen will und veröffentlicht sie nicht, weil er sich dazu verpflichtet fühlt, sondern weil er Menschen etwas geben will, OHNE daraus den unglaublichsten Profit für sich zu zahlen.
    Musik ist etwas dermaßen Wertvolles, dass man es gar nicht töten kann (erwähnte ich bereits), ein wahrer Musiker weiß das … denke ich …
    (“Woher willst du wissen was ein wahrer Musik weiß?!” – Ähm … ja … also … ich mache selbst sowas wie Musik [ich versuch's zumindest seit ich 'ne Gitarre hab'], wenn auch recht stümperhaft, sollte sie je in ein Stadium kommen, dass veröffentlichbar ist, würde ich das auschließlich gratis tun, weil ich eben denke, dass jede Art von Musik zu wertvoll ist um sie zu verkaufen und damit fast schon sich selbst zu verkaufen. Erzähle ich Mist, bin ich naiv? Kann sein …)

    Das musste ich jetzt anmerken. Mein Wort zum Beginn der dritten Atventzwoche xD

    Frohe Ostern, Gute Nacht und Verzeihung an Ey Lou, weil ich seine Kommentare mit zu langen Texten zumülle …

    Gurke ;)

  3. tschaaak sagt:

    patrick, während ich deinen text gelesen habe, hatte ich die ganze zeit den drang, meinen kopf irgendwo gegen zu hauen. wenn du dir nicht so viel mühe gegeben hättest, hätte ich gesagt, du bist ein fake. so würde ich sagen, du bist ne heulsuse.

  4. Patrick sagt:

    Unabhängig von der Tatsache, dass ich nach wie vor auf eine Antwort von Ey Lou Flynn warte……

    Musik lebt also von ihren Hörern? Klingt ausgesprochen edel, nur leider kann ICH nicht von meinen Hörern leben, wenn sie kein Geld mehr locker machen.

    Kunst darf man also nicht verkaufen, weil sie ist kein “Produkt” ist? Nach der Logik kann ich auch in den Supermarkt gehen und 10 Kilo Bananen klauen, die sind ja auch kein “Produkt”, sondern wachsen in der freien Natur, warum sollte jemand Geld dafür nehmen dürfen?

    Ganz einfach, weil es Geld und Aufwand kostet, sie dir zur Verfügung zu stellen!! Mit Musik verhält es sich genauso. Bands investieren unzählige Stunden und zehntausende Euro, um Musik produzieren und aufführen zu können. Hast du eine Ahnung, was allein schon eine brauchbare PA, ein Monat Tonstudio oder gar eigenes Aufnahme-Equipment kostet? Mit deiner heilen Regenbogenwelt hat das nichts zu tun. Es entstehen laufend Kosten, von den Lebenshaltungskosten, die – JA – auch Musiker haben, ganz zu schweigen. Bands erbringen eine Dienstleistung. Nur weil es eine künstlerische Dienstleistung ist, kann mir niemand erzählen, es ist irgendwie “normal”, die Zeche zu prellen oder die Bands zu bescheißen. Sonst kann ich auch mal eben ins Prado marschieren und die Mona Lisa mitnehmen, Kunst ist schließlich für alle da, oder etwa nicht? Oder kostenlos ins Kino, der 100-Millionen-Film ist doch auch Kunst! Klauen wir Romane, sollen Schriftsteller sehen, wo sie bleiben. Ist doch alles Kunst. Ganz billige Rechtfertigung für egoistisches Verhalten.

    Dein ganzer Post ist ein deutlicher Beweis, wie Recht ich damit hatte, dass Ey Lou Flynns Aktionen nicht ohne Folgen bleiben. Wer für Musik nicht bezahlen will, so wie du, stürzt sich nur zu gerne auf solche Scheinlegitimationen. Genau das wird hier genährt und dagegen verwahre ich mich.

    Grüße,
    Patrick

    tschaaak, fick dich.

  5. tschaaak sagt:

    geschenkt

  6. Gurke sagt:

    Ich möchte bei Leibe nicht ausfällig werden, dennoch möchte ich anmerken, dass ich sehr wohl Geld für Musik ausgebe! Ich habe ELFs Platte bezahlt auf CD und ein sehr nettes gefülltes CD Regal, dazu kiloweise Merchandise meiner Lieblingsbands und gehe so oft wie möglich auf Konzerte. Wenn du’s ganz genau wissen willst: ich gebe mind. 50% (eher mehr) meines gesamten Geldes für Musik aus. CDs, Konzerte, T-Shirts … WEIL ich gute Musiker und Bands unterstützen möchte, weil sie es verdammt noch mal verdient hat!

    Ja, ich weiß was das kostet. Ich habe mich mal intensiv damit auseinandergesetzt (aus Interesse). Und mit Regenbogenwelt hat das nichts zu tun, trotzdem bleibe ich dabei: Musik ist Kunst. Wer Musik macht um Kohle zu scheffeln, hat irgendwas Grundlegendes nicht verstanden.

    Du scheinst übrigens auch nicht verstanden zu haben, was ich sagen wollte. Ich meine nicht, dass man prinzipiell KEIN Geld für Musik verlangen darf, das wär’ ja auch Quatsch. Musiker brauchen und verdienen Unterstüzung. Aber stell dir vor du hast gerade angefangen Musik zu machen, keiner kennt, keiner weiß es etwas über dich und deine Musik, glaubst du im Ernst irgendjemand würde sich ‘nen Song für ‘nen Euro ziehen? Vielleicht ein … paar. Aber davon leben können wirst du auch nicht. Gerade im Anfangsstadium ist es doch durch das Internet ‘ne tolle Sache, dass man seine Musik schnell und einfach für JEDERMANN parat stellen kann. So kann man sich nach und nach ‘ne Fanbase erspielen, die dann irgendwann auch Geld locker machen wird, sei es für ein eventuelles Album oder ein T-Shirt oder Konzerte. Du denkst da vielleicht etwas zu kurz und engstirnig, denn auf weite Sich betrachtet, kann das was Ey Lou jetzt hier veranstaltet ihm irgendwann richtig Kohle einbringen. Wenn jetzt viele Leute durch sein Gratis Album auf ihn aufmerksam werden und die Musik toll finden, werden sie sich später daran erinnern und für ein eventuelles zweites Album Geld hinlegen. Oder aber sie kaufen Merchandise, besuchen Konzerte … oder so.

    BrummBrumm
    Gurke

  7. Nadine sagt:

    Inhaltlich möchte ich mich im Moment noch nicht einmischen, aber deinen Ton (Patrick) finde ich allgemein verdammt abweisend und unfreundlich. Man könnte das sicher auch alles sachlicher vortragen.

    lg,
    Nadine

  8. mighty mike sagt:

    @ patrick: in welcher band spielst du denn, wenn ich fragen darf?

    ich weiß nicht so recht, was ich von der diskussion halten soll. meiner meinung nach ist es klasse, dass ey lou flynn cds verschenkt und ich sage das, nachdem ich bereits eine ganz regulär gekauft habe.

  9. Patrick sagt:

    Meine Band möchte ich hier nicht zur Diskussion stellen, ich schreibe nur meine Privatmeinung.

    Außerdem warte ich nach wie vor auf eine Antwort von eurem Ey Lou Flynn.

  10. Ey Lou Flynn sagt:

    Die Mona Lisa hängt im Louvre.

  11. Daniel sagt:

    Mich würde aber auch mal interessieren, was du mit der CD-Verschenke bezweckst. Das ist nicht negativ gemeint, nur als Frage.

    Mal ganz dumm gefragt, was hast du davon?

  12. Luke sagt:

    Meiner Meinung nach, ist gerade die Plattform des Internets, inklusive Filesharing, etc., eine enorm positive Entwicklung für junge Künstler, die sich noch keiner großen Berühmtheit erfreuen dürfen. Es bieten sich wesentlich mehr Möglichkeiten für sogenannte Nischengruppen, und damit auch mehr Möglichkeiten für eine erfolgreiche Verbreitung ihrer Musik.

    Ich weiß nicht, Patrick, ob du, als du mit Musik angefangen hast, nicht irgendwas verpasst hast, aber es ist eigentlich weit bekannt, dass das Künstler-/Musikerdasein ein weitgehend brotloses ist. Man sollte sich deshalb auch gerade als unbekannte Band nicht grundlegend darauf verlassen, dass man durch Albumverkäufe das große Geld macht. Man sollte vielmehr zuerst ein “sichereren” Beruf erlernen, auf den man, falls es eben nicht zum Leben reicht, ausweichen kann.
    Das deine finanzielle Lage nun eine schwierige ist, kann ich nur allzugut verstehen.
    Aber wenn es dir wirklich so schlecht geht, solltet ihr als Band wohl auch eure eigene Leistung hinterfragen; vielleicht liegt da auch der Hund begraben?

    Güßle, Luke

  13. SophieHM sagt:

    Hurra, eine richtige Prügelei!
    Soviel Brimborium gab es hier ja schon lange nicht mehr.
    Aber ich verstehe das Problem nicht. Die Band von Patrick hat keinen Erfolg und Ey Lou Flynn hat auch keinen. Daher ist es doch vollkommen in Ordnung, Sachen auszuprobieren. Mehr als Geld kann man hier ja nicht verlieren. Musik ist eben (erstmal) ein teures Hobby.

  14. Corina sagt:

    Mal nebenbei erwähnt finde ich es eine Frechheit zu behaupten, dass Ey Lous Fans nur alles umsonst wollen. Also ich für meinen Teil (und garantiert auch ein paar andere) haben sein Album gekauft.

  15. Kmmel sagt:

    Ich für meinen Teil auch, und ich fands cool, noch eine zweite dazu zu bekommen !
    Noch eins dazu, also es gibt ja auch ein großteil von Musikern, die froh sind, wenn sich ihre Musik verbreitet ( egal wie ), damit sie, wenn sie vllt mal Live spielen ( sowas machen Musiker ja ab und an und es gibt Leute, die behaupten, dass es das beste wäre an dieser ganzen ” Ich mache Musik” -Sache) und dort vllt ein paar Leute hinkommen, die die Musik gut finden und es dem Künstler vor Ort zeigen … aber naja, jedem das seine…

    Video Killed The Radio Star xD

  16. Ey Lou Flynn sagt:

    Hallo Daniel!

    “Mal ganz dumm gefragt, was hast du davon?”

    Ich will einfach, dass jeder eine CD hat. Das Album ist ja immerhin sowas wie mein Baby. Und wer würde sein Baby nicht so vielen Leuten wie nur irgendwie möglich in die Hände drücken wollen? Wenn Du für Freunde was leckeres gekocht hast, willst Du ja auch, dass alle probieren. Ist einfach so.

    Hi Sophie! Kommt immer auch drauf an, was man als Erfolg definiert ;-)

  17. sam vimes sagt:

    Hi,
    ich wollte mich dann doch mal einmischen: Dass man mit Musik heute noch Geld machen kann, zeigen ja Künstler wie Madonna oder Robbie Williams. Dass man auch mit kostenloser Musik machen kann, zeigen Künstler wie die Nine Inch Nails oder Radiohead. Und ELF hier sein Album verschenken soll, ist das doch cool, obwohl ich mich persönlich schon mit dem purem Download zufrieden gestellt fühlte…ich weiß ja gar nicht mehr wie ‘ne echte CD aussieht…
    Und zum Thema Mona Lisa kostenlos – warum nicht? Kunst sollte für jeden zugänglich sein. Wie man das regelt, etwa über eine Kulturflatrate oder Spenden, darüber könnte man dann diskutieren.

  18. bux sagt:

    ich kopier auch alle meine musik, warum soll ich geld dafür bitte ausgeben? wer musik macht, soll sich gefälligst einen job suchen, wie alle anderne auch. meine meinung.

  19. Ey Lou Flynn sagt:

    Nur mal am Rande bemerkt – als jemand, der selbst etwas mit dem Thema zu tun hat, würde ich es schon gerne sehen, wenn Künstler aller Art, auch Musiker, ab einem gewissen Bekanntheitsgrad für ihre Arbeit entlohnt werden. Wer vielen anderen Menschen eine Freude macht und ihr Leben bereichert, hat das verdient.

  20. sam vimes sagt:

    ja, das ist klar. Aber ich als Schüler mit seeeehr begrenztem Einkommen freue mich immer über Angebote wie Jamendo, Gimmesound oder Noisetrade (Da bekommen die Künstler ja auch überall Geld). Aber bei Kunst ist es ja zum Beispiel so, dass sie teilweise durch Steuergelder finanziert wird (etwa bei Filmen). Warum also nicht eine Kulturflatrate oder ähnliches einführen?

  21. Jan sagt:

    “Warum also nicht eine Kulturflatrate oder ähnliches einführen?”

    Warum nicht einfach die 15 Euro für eine CD hinlegen, wie wär’s damit?

    Ich seh das Thema ähnlich wie Ey Lou, es ist alles nicht der Untergang des Abendlandes, aber mein Verständnis hält sich in Grenzen. Wenn “Kulturflatrate” in die Runde geworfen wird, hört der Spaß aber auf. Ich zahl doch kein Geld dafür, nur um Filesharern ihr Hobby zu finanzieren. n :roll:

  22. Nadine sagt:

    Ich möchte mich jetzt doch gerne einmischen ;-)

    Zu dem Thema kann ich nur sagen, dass ich es wirklich unfair finde, wenn die einen sich Geld zusammen sparen und alles legal kaufen, während die anderen einfach sagen “Scheiß doch drauf, ich lade nur noch illegal”.

    Ich bin auch noch Schülerin und habe wirklich nicht viel Geld. Ich würde aber trotzdem niemals auf illegale Vertriebswege zurückgreifen. Stattdessen versuche ich, sparsam zu sein und überlege mir genau, was ich haben will und was nicht.

    Nur werden CDs immer teurer, oft liegt ein neues Album bei 19 Euro. Auch wenn ich DVDs oder ein Software-Programm kaufe, oder ins Kino gehe, es geht richtig ins Geld. Was mich dabei so ärgert ist, dass die Preise auch so hoch sind, weil ich für die anderen mitbezahle, die alles kostenlos wollen. Dafür das ich ehrlich bin, werde ich also noch bestraft, während sich andere ins Fäustchen lachen.

    Wer alles aus Internet downloaded, dem ist auch klar, dass es nur funktionieren kann, weil ein anderer großer Teil der Menschen noch ganz regulär bezahlt. Wenn alle nur noch runterladen und KEINER mehr bezahlt, könnte kein Projekt mehr finanziert werden. Aber so wie es jetzt ist, profitieren Filesharing-Nutzer nicht nur auf Kosten von Musikern, Schauspielern, Produzenten usw., sondern halt auch auf Kosten von uns allen, weil wir mehr denn je bezahlen müssen.

    Ich musste neulich meinen Computer formatieren und konnte zwei teure Programme nicht mehr neu installieren. Die Hotline hat mir gesagt, dass ich nur eine Installation auf einem Rechner gekauft hätte und die Programme nun neu kaufen muss. Das müssten sie so machen, weil die Programme sonst raubkopiert werden können. VIELEN DANK! Selbst viele Musik CDs laufen nicht mehr auf meinem Computer, weil immer neue Kopierschutzmechanismen drauf sind. Ich werde gegängelt, weil ich ehrlich bin. Raubkopierern passiert gar nichts. Die einen haben ihren Spaß und der Rest der Gesellschaft darf es ausbaden. Das ist es, was ich nicht akzeptieren kann.

    lg,
    Nadine

  23. Luki sagt:

    Hey!
    Ich möchte mal abseits der Filesharing-(von kommerziellen Künstlern)-diskussion bemerken, dass ich mich freue, die CD zu besitzen und freue mich (mit Eylou) für alle diejenigen, die noch die Freude haben werden, ebenfalls eine zu haben.
    Als ich gesehen habe, dass 28 Kommentare hierzu abgegeben wurden, hätte ich mit “Danke vielmals” oder “Idealistischer Naivling” etc. gerechnet, zu allerletzt aber mit dem Vorwurf, CDs verschenken würde die Musik töten! Sorry, aber geistloser gehts wirklich nicht o0
    Egal! Ich bin froh, wenn durch meine Investition andere dieses geniale Album hören können und halte die Aktion für eine grandiose Wohltat, nicht zuletzt weil ich die epidemics-CD damals von anderen [v.a. Eylou] finanziert bekommen habe (Geschenkaktion 1.0^^). Viel Spaß beim Musikhören / traurig im Keller sitzen und alle außer sich selbst für seine Situation verantwortlich machen
    Luki :-)

  24. wurscht sagt:

    DANKE ELF. Danke für dein Statement und danke für die Aktion! :)

  25. ALF sagt:

    Wer Ey lous Ergüsse als Musik bezeichnet tut mir eh Leid, deswegen hat die Aktion schon seine Berechtigung – ist ja Kunst!

    Ich finde Daniel hat durchaus recht damit; dass von der Musik/Kunst zu leben immer schwieriger wird und man mal ernsthaft darüber nachdenken sollte wie man das bewerkstelligen sollte.

    Als wieder mal prügeln unser ober Speichellecker Fans auf einen nicht konformen Sprecher ein.
    Ein hoch auf die ELF Diktatoren.

  26. ALF sagt:

    Äähh, ich meine Patrick :-)

  27. tschaaak sagt:

    was erwartest du denn auch? wir mögen ey lou flynn, sonst wären wir nicht hier. wenn du ins gästebuch von den ärzten schreibst, dass du die ärzte scheiße findest, werden auch alle auf dich einprügeln. wenn du in einem tokio hotel forum gegen tokio stänkerst, wirst du gegrillt.

    so ist das nunmal, finde dich damit ab und bezeichne uns nicht als “speichellecker”, nur weil wir nichts davon halten, was patrick oben geschrieben hat. im grunde will er ey lou flynn vorschreiben, was er mit seinem album tun und lassen soll. was bildet er sich eigentlich ein, wenn ich fragen darf?

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