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Albumrezension von der E.L.F. B-Seite

von Leonardo | Keine Kommentare
 

Bell, knurr, kläff, ich bin Ey Lou Flynns Köter Leonardo und fresse gerne Katzen. Heute geht es aber um etwas anderes, und zwar hat die Ey Lou Flynn B-Seite eine Rezension zum neuen Album verfasst. Hier ist sie, hechel hechel:

„Naja ich hab` mein Bestes gegeben“ – Der Versuch einer Plattenrezension

Ey Lou Flynn ist schon komisch. Das ist nichts Neues. Doch die Leute schmeißen nicht nur mit den Worten lustig und ulkig um sich, sondern bringen ihn auch mit seltsam, eigenartig oder sonderbar in Verbindung. Wundern tut das niemanden. Denn welcher Künstler nimmt schon ein komplettes Album ohne Unterstützung und aus eigener Tasche auf, um es gleichzeitig für lau und legal zum Laden im Netz zur Verfügung zu stellen? Ey Lou Flynn ist schon komisch. Trotzdem ist die Welt für manche Musikhörer doch noch irgendwie eine Scheibe. Für diese altbackenen Scheibentheoretiker gibt es nun eine fachgemäße Plattenrezension, die objektiver nicht sein kann. „Naja, ich habe mein Bestes gegeben“:

Optisch gesehen, kann sich die Platte schon mal sehen lassen. Die lieblos dahin gerotzten Booklets einiger Plattenvertrag-Bands können sich hier getrost eine Scheibe abschneiden. Die Basic-, Standard- oder Premium- Ausführung? Hier ist Premium Standard. Albumkäufer erhalten eine zweite CD dazu. Zum Weiterverschenken, Weihnachten ist ja auch bald wieder. Außerdem gibt es eine Bonus CD-Rom mit allem Pipapo, Aufklebern und Buttons obendrauf. Eingedieselt ist das gute Stück auch. Eigentlicher Schwachsinn, finden die einen. Weibliche Nasen meinen: „So muss ein Mann riechen!“ Diese kleine Marketingstrategie geht jedenfalls auf.

Aber auch das Sinnesorgan Ohr kommt vierunddreißig Minuten lang auf seine Kosten. Elf Lieder haben es auf das Album geschafft. Über die Songauswahl kann man diskutieren. „Früher“ und „Ach, Supermann“ sucht man auf dem Album vergebens. Ist auch egal, kann man sowieso laden. Eröffnet wird die Gute-Laune-Platte von dem Protestlied „Muuh“, das nur so von Ironie strotzt, wenn man sie einmal gefunden hat. Im unmittelbaren Anschluss folgen die eigentlichen Kracher des Albums „Lena“, „Stricken, Baby!“ und „Urlaub am Meer“. Alles Hits, wenn sie sich auf einem Farin Urlaub Album befinden würden. Das tun sie aber nicht und so wird Ey Lou Flynn sein Talent für das Schreiben von heimlichen Gassenhauern für Minderheiten weiterhin unter Beweis stellen müssen.

Nachdenklich kommt er nur mit dem Lied „Unterwegs“ daher. Ob der extrovertierte Musiker hier in unauffälliger Weise über sich selbst singt, ist rein spekulativ. Die übrigen Songs der Platte entsprechen weiterhin dem typischen Aushängeschild von Witz, Wohlklang und Wahnsinn. Dabei sind nochmals die Stücke „Das Laternenlied“ und „Keiner mag mich“ hervorzuheben, welche unwiderruflich mit ihren Videos in Verbindung gebracht werden. In dieser Kombination funktioniert der flynn`sche Humor am besten. Mit „Inside Job“ haut Melodien Junkie Flynn noch einmal einen Ohrwurm heraus, der schon beim ersten Hören nicht mehr zu vertreiben ist. Fazit: Über Geschmack und vor allem Humor lässt sich bekanntlich streiten. Dennoch wird der Musiker Ey Lou Flynn maßlos unterschätzt. Der Albumtitel trägt seinen Teil dazu bei. Aber „Wer`s nicht versteht, ist in meinen Augen bleeed“.

„Naja, ich hab` mein Bestes gegeben“ bekommst du unter www.ey-lou-flynn.de zum Preis von 11 Euro. Außerdem steht das Album unter einer Creative Commons Lizenz. Du kannst es also nach Belieben brennen, kopieren, weitergeben und vor allem verbreiten.

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veröffentlicht: 19/12/09
 

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