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Rock Fucker Rock im Interview

von Ey Lou Flynn | 3 Kommentare
 

Musikblogs und Fanzines lieben es, Bands und Musiker zu interviewen! Das macht Sinn, dagegen ist nichts einzuwenden. Weil wir uns hier aber auf ey-lou-flynn.de befinden und weil hier traditionsgemäß mit jeder Tradition gebrochen wird, die sich auf 11 Schritt heranwagt, drehen wir den Spieß heute um: Musikant interviewt Fanzine!

Der Musikant bin natürlich ich und das interviewte Fanzine findet sich im Internet unter rock-fucker-rock.de. “Rock-Fucker-Rock”, was für ein Name! Irgendwie macht es süchtig, “Rock-Fucker-Rock” zu schreiben. Rock-Fucker-Rock, Rock-Fucker-Rock. Woah! Na jut, jedenfalls war Daniel aus der Rock-Fucker-Rock-Redaktion so nett, sich Zeit für meine Fragen zu nehmen –

Ey Lou Flynn: Was hat es mit dem Namen “Rock Fucker Rock” auf sich? Meine Fantasie läuft Amok, sobald ich länger als 11 Sekunden darüber nachdenke!

Daniel: Was die wörtliche Übersetzung bedeuten würde, kann ja jeder selber im Wörterbuch nachschlagen. Aber das wäre in diesem Zusammenhang nicht richtig. In seiner Anfangsphase hieß die Seite noch grammatikalisch Korrekt “Rock, Fucker, Rock!” und daran sieht man ganz gut, dass es sich um einen Aufruf zum Rocken handelt. Das fand ich damals einfach für das geplante Themengebiet ziemlich passend. Zu dem Namen hat mich übrigens der gleichnamige Song der Kölner Band Angelika Express inspiriert.

Lou: Herrje, die Band kenne ich nur vom Namen her! So peinlich das ist, ich habe einfach keinen Überblick, was die Musikszene von heute angeht. Das Internet ist ja mittlerweile randvoll mit Millionen von Songs zum Streamen, Runterladen, Probehören, Kaufen, Klauen. Da sitze ich regelmäßig wie erschlagen vor diesem gigantischen Angebot und weiß nicht, wo ich anfangen soll. Wie handhabst Du das?

Daniel: Ich muss ehrlichgesagt nicht viel tun. Es reicht eigentlich schon bei MySpace oder Facebook aktiv zu sein und sich mit den Künstlern dort zu vernetzten. Dann erfährt man quasi im „vorbeisurfen“ schon die neuesten Sachen durch deren Bulletins und Statusnachrichten. Mit Twitter hat sich das alles auch noch mal vereinfacht. Und da irgendwie alle Künstler auch irgendwie miteinander zu tun haben, erfährt man eigentlich immer recht schnell die neusten Neuigkeiten. Last.fm ist auch noch eine ziemlich gute Seite. Mehr braucht das musikinteressierte Herz auch schon nicht. Klar, mir entgeht sicherlich auch eine Menge. Alles kannst du sowieso nicht mitkriegen. Du musst dich bei der Masse an Musik einfach spezialisieren, was ich mit deutschsprachiger Musik getan habe.

Lou: Hmm, da ich auch auf Myspace, Facebook, Twitter und Last.fm bin, kann es nur eine Erklärung für meine Musikpanik geben: Ich bin ein ganz schwieriger Fall. Aber vielleicht hilft es mir ja, noch öfter in euer Fanzine reinzulesen. Rock Fucker Rock!

daniel-rfr
Daniel von rock-fucker-rock.de

Mir ist nicht entgangen, dass Du redaktionell ausschließlich von attraktiven jungen Damen unterstützt wirst. Verrätst Du, wie ihr euch für dieses Projekt zusammen gefunden habt?

Daniel: Der Blog wurde von mir im Spätsommer 2008 im Alleingang gestartet, weil ich meine Leidenschaft zur Musik mit der Welt teilen wollte. Darüber hinaus galt ich in meinem Bekanntenkreis schon lange als der totale Nerd, was moderne deutschsprachige Musik angeht. Ziemlich schnell ist der Blog dann aber wieder eingeschlafen, weil ich einfach auch mit anderen Projekten beschäftigt war. Ziemlich genau ein Jahr nach der Geburt von RFR habe ich dann einen Relaunch gewagt, mit dem Plan das Ganze jetzt etwas ernsthafter aufzuziehen und mir auch Mitarbeiter zu suchen. Dass das jetzt alles hübsche, junge Mädels wurden, war nicht geplant, aber ich will mich da jetzt nicht beschweren. Ich kenne übrigens alle Drei nicht erst durch RFR und habe sie alle direkt angesprochen… Wir suchen aber weiterhin Verstärkung!

Lou: Hut ab, dass ihr so viel Arbeit in das Projekt steckt! Aber ich wette, ihr seid nicht nur auf der Suche nach neuen Schreibern, sondern freut euch auch über neue Leser! Was kann ein Musikfan auf eurer Seite finden, was sucht er vergebens, und nach welchen Kriterien entscheidet ihr, worüber ihr berichtet?

Daniel: Vergeblich suchen wird er wohl Artikel über Musik die nicht den Genres Indie und Alternative Rock/Pop, sowie Electro und Singer/Songwriter zugeordnet werden kann. Wir haben uns halt der Independent Popkultur verschrieben. Ich persönlich höre, wie ich zugeben muss, so gut wie nur deutschsprachige Indie Rock/Pop-Musik, weswegen es bei RFR sehr viel um diese Künstler geht. Mit Rita hielt dann aber endlich auch die ja ziemlich breitgefächerte englischsprachige alternative Musik Einzug bei uns. Nicht zu vergessen Jasmin, welche auf dem Gebiet der neuen elektronischen Musik (z. B. aus dem Hause Audiolith) ziemlich bewandert ist. Wir haben eigentlich keine Kriterien, über die wir berichten. Wir berichten einfach über das, was uns gefällt!

Lou: Letzte Frage – Eine kleine, aufstrebende Band möchte Musikblogs und Online-Fanzines wie rock-fucker-rock.de auf sich aufmerksam machen. Nur wie? Worüber würdet ihr euch freuen, was sollten die Musiker lieber lassen?

Daniel: Generell die erst mal oben genannten Kanäle nutzen. MySpace, Facebook, Last.fm in Kombination mit Twitter und YouTube. Mitmachaktionen für Fans sind auch immer einen Bericht wert. Videodrehs oder sowas. Wichtig ist einfach eine gewisse Nahbarkeit auszustrahlen, finde ich. Wenn ich nichts über eine Band im Netz erfahren kann, weil sie einfach so gut wie nicht präsent ist, dann ist das schlecht. Oder auch wenn ich zum Beispiel Interesse an einen Interview habe und vorher über gefühlte 1001 Management- und Labelhürden springen muss, dann turnt mich das ziemlich ab und ich lasse das dann gleich sein. Sehr sympathisch finde ich es auch, wenn sich Bands von alleine an uns als Fanzine wenden und anfragen, ob wir nicht ihre neue CD rezensieren oder ein Konzert von ihnen besuchen möchten, um darüber zu schreiben.

Lou: Ich verhalte mich gerne sympathisch und werde künftig nicht zögern, von dieser Methode Gebrauch zu machen. Viele Grüße an den Rest der Redaktion und danke für das Interview!

Hier geht es zu rock-fucker-rock.de

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veröffentlicht: 18/03/10
 

3 Kommentare zu „Rock Fucker Rock im Interview“

  1. tschaaak sagt:

    schönes interview! die fragen sind unterhaltsamer als die antworten, wenn ich das sagen darf :D

  2. Nadine sagt:

    Mir gefällt beides! Fragen und Antworten ;-)

    Die Seite werde ich mir einmal gründlich anschauen. Aber nicht heute.

    lg,
    Nadine

  3. Mareike sagt:

    Nicht schlecht, aber für die Zukunft fordere ich auch mal Interviews mit Ey Lou Flynn! Ich meine Interviews, in denen Ey Lou die Antworten gibt und nicht umgekehrt.

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