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Audio-Recording-Tipps: Das 150-Euro-Homerecording-Studio

von Ey Lou Flynn | 21 Kommentare
 

Seid gegrüßt, zukünftige Homerecordler! ;)

“Homerecording” kann so ziemlich alles bedeuten, von einem rauschenden Mikro im Laptop bis hin zu professionell ausgestatteten, klangoptimierten Räumen mit Hardware für 40.000 Euro. Ich persönlich nehme Songs noch immer eher nach der “Mikro im Laptop”-Methode auf, auch wenn ich nach und nach etwas aufrüste.

So lange ein Computer mit Soundkarte und Lautsprechern vorhanden ist, reicht tatsächlich schon ganz wenig Geld, um tolle, 47%ig professionelle Musik-Aufnahmen zu fabrizieren. In Verbindung mit der richtigen Software käme ich eigentlich schon mit clever investierten 150 Euro aus. Die ersetzen zwar kein Millionen Dollar teures Hollywood-Studio, aber dafür kosten sie auch nicht so viel. :D

Wie sieht’s aus, Homerecordler? Bauen wir ein Low-Budget-Studio!

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Zutaten für ein 150-Euro-Homerecording-Studio:

1 >>> Mikrofon: Shure SM58 LC mit Ständer (115 €)

2 >>> 3 Meter Kabel (7 €) und Klinken-Adapter (1 €)

3 >>> Studio-Kopfhörer: T.Bone HD880 o.ä. (25 €)

4 >>> Recording-Programm: Audacity (Freeware, 0 €)

5 >>> Ein Red Bull und eine Packung Kaugummi (2 €)

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1 >>> Mikrofon:

Schrottige Billig-Mikros resultieren zwangsläufig in schrottigen Aufnahmen. Schrottige Aufnahmen lassen sich durch keine Nachbearbeitung retten. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich habe mit 15€-Mikros vom SATURN angefangen. Und es war furchtbar!

Egal, wie knapp das Geld ist, ein brauchbares Mikrofon ist unverzichtbar. Zum Glück gibt es eines, das den meisten Ansprüchen gerecht wird und trotzdem keine 5000 Euro kostet:

Das Shure SM58 LC (115 €, mit Mikrofonständer)

Alle Welt liebt dieses Gesangsmikro. Stinkreiche Profimusiker benutzen es bei Liveauftritten, obwohl es viel teurere Alternativen gäbe. Besonders fesh: Wenn man den silbernen Mikrofon-Korb abschraubt, wird aus dem SM58 ein SM57, sehr gutes Allround-Mikro. Eignet sich für die meisten Instrumental-Aufnahmen. Wer beide Modelle kauft, bezahlt doppelt und ist doof.

Für unser 150€-Studio ist das Shure-Mikro eine ideale Investition (zumal ein Mikrofon mit “SM” im Namen sowieso nicht verkehrt sein kann :twisted: ).

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2 >>> Kabel und Klinken-Adapter:

Das Kabel im Set oben wird nicht an den Mikrofoneingang der Soundkarte passen. Wir brauchen so ein Kabel (7 €) UND so einen Klinken-Adapter (1 €)

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3 >>> Studio-Kopfhörer:

Billige “Hi”-Fi-Kopfhörer und erst Recht diese winzigen iPod-Earplugs sind für Recording-Abenteuer extrem unideal. Benötigt werden Studio-Kopfhörer mit ausreichend langem Kabel, die einen gleichmäßigeren Frequenzgang haben und nicht zu viel Schall nach außen lassen. 

Für unsere Zwecke geeignet: T.Bone HD880 (25 €)

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4 >>> Recording-Programm:

Ein riesiges Mischpult und Tonnen von Klangbearbeiungs- und Effektgeräten würden wohl jedes 150-Euro-Budget sprengen. Zum Glück lässt sich dieser ganze Kram mit kostenloser Software und Unmengen kostenloser Plugins ganz gut ersetzen. Für den Anfang unentbehrlich:

Audacity (Freeware, 0 €)

Audacity ist ein Knaller. Während andere professionelle Aufnahmeprogramme 500 Euro und mehr kosten, bietet  Audacity einen mehr als ausreichenden Funktionsumfang – kostenlos. Das Programm läuft auf Windows-, Mac- und Linux-Systemen. Für Neulinge gibt es einen Hilfe-Bereich im Programm und etliche Tutorials auf der Website.

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5 >>> Ein Red Bull und eine Packung Kaugummi:

Nicht zwingend benötigt, aber als frisch gebackener Studiobesitzer muss man sich ja auch mal was gönnen. Außerdem beflügeln diese Goodies den kreativen Arbeitsprozess (2 €).

Rock’n'Record!

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War dieser Blogeintrag hilfreich oder zumindest interessant? Ich hatte vor, nach und nach noch mehr davon zu schreiben. Ach, und wenn jemand von euch tatsächlich ein Stück Musik aufnimmt, dann her damit, ich will das hören! :)

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veröffentlicht: 10/09/10
 

21 Kommentare zu „Audio-Recording-Tipps: Das 150-Euro-Homerecording-Studio“

  1. Gl0rfindel sagt:

    Also beim Studiokopfhörer hätte ich persönlich, je nachdem, welche Lautsprecher du als Monitore verwendest, noch ein Bissle was draufgelegt. :)

    Aber sieht ganz nice aus ;)

  2. Ey Lou Flynn sagt:

    Das geht aber nicht, dann hätten doch die 150 Euro (190 Franken ;) ) nicht gereicht!

    Die Monitore werden wohl in den meisten Fällen kleine PC-Speaker für 20 Euro sein. Da ist jeder brauchbare Kopfhörer ein Gewinn.

  3. tschaaak sagt:

    am 24.12. dieses jahres werde ich auch ein homerecordingstudio für einen hundertfufzicher mein eigen nennen. da kommt der artikel ganz gelegen. dankeschön, lou.

    kann ich damit denn auch ein “naja ich hab mein bestes gegeben” aufnehmen?

  4. Das ist aber nicht das Setup, mit dem du aufnimmst, oder?
    Ich hab mir das Line 6 POD Studio UX1 zugelegt. Das kostet auch nicht die Welt und man kann Gitarren und Gesang schon fast du 48% professionell aufnehmen. Bin sehr glücklich damit!

  5. Ey Lou Flynn sagt:

    @ tschaaak – um exakt das selbe aufzunehmen wie ich, bräuchtest Du noch einen Ey Lou Flynn. Der kostet aber mehr als 150 €!

    @ Friedlich Chiller – ich habe auch einen POD, allerdings ein altes Modell. Ich will jetzt aber auf echte Gitarrenamps umsteigen, weil ich mir einbilde, dass Röhren besser klingen.

  6. Klar, Röhren klingen natürlich besser. Aber zum Aufnehmen ist ein POD einfach vielseitiger. Außerdem muss man zum Röhrenverstärkeraufnehmen ja auch noch wissen, wie man vom Verstärker aus überhaupt aufnimmt. Ist ein ziemliches Gepfrimel, glaub ich.

  7. Sehr cool. Wenn ich mir das Red Bull und Kaugummis spare, kann auch ICH mir das Studio erlauben. :mrgreen:

    Oder besser: Als alter High-Ender würde ich die gesparten 2.- € in einen Jecklin Float Elektrostaten-Kopfhörer investieren, damit ich meinen aufgenommen Scheiss auch in bester Qualität hören kann. :-D

    Nei ernsthaft: Der Tipp mit dem Kopfhörer ist super. Ich habe ja auch schon epische anti Windowsbunny – Podcasts aufgenommen, da hätte ich auch ein Profi-Mikro brauchen können.

  8. Gl0rfindel sagt:

    @Jünger: Scheiss auf den Float, ein Orpheus oder ein K1000 soll her :D

  9. Ey Lou Flynn sagt:

    Wenn man irgendwo einen feinen Nylonstrumpf klauen kann und einen Metallbügel zur Hand hat, lässt sich daraus auch noch ein dufter Popschutz bauen. Damit das Mikro bei den “P”s nicht so obszön poppt.

  10. DAS ist allerdings eine geniale Idee. Dazu bräuchte ich aber erst mal einen Ständer. Also fürs Mikro.

  11. Ey Lou Flynn sagt:

    Ich finde, ein Friedlich Chiller sollte sich einen Mikrofonständer UND einen Popschutz gönnen. Aus dem Musikfachhandel!

    Wobei es durchaus auch romantisch sein kann, durch den gespannten Nylonstrumpf seiner neuen Freundin zu singen…

  12. @GLOrfindel: Hahahaha… Jow… Den K1000 war zwar von den Klangfarben top, aber ich mag die Leichtig- und Luftigkeit von Elektrostaten. Daher gefiel mir der Jecklin besser. :-)
    Über den Orpheus kann ich nichts sagen. DEN durfte ich nice hören, geschweige denn besitzen. Ist aber bestimmt ein Traumgerät. Röhre… Hach… :-P

    @Ey Lou: (…) Wobei es durchaus auch romantisch sein kann, durch den gespannten Nylonstrumpf seiner neuen Freundin zu singen…(…) Hähähähä… :mrgreen:

  13. Ey Lou Flynn sagt:

    @ Applejünger – Ich finde ja, wer sich Apple-Geräte leisten kann, kann sich auch ansonsten gutes Equipment leisten. :mrgreen:

    Aber für Sprachaufnahmen (oder Hasstiraden in Anti-Windowsbunny-Podcasts) wäre auch ein t.Bone-Mikro geeignet (50€). Das braucht allerdings entweder Batterien oder Phantomspeisung.

    Zu teuren Kopfhörern kann ich nur folgenden weisen Rat geben: Wer welche besitzt, darf sie NIE auf dem Boden liegen lassen. Irgendein tollpatschiger IDIOT mit schwerem Schuhwerk wird früher oder später seinen vermaledeiten Fuß darauf platzieren. :evil:

    …und es besteht eine reelle Chance, dass man selbst dieser Idiot ist…

  14. Das ist es ja, meine sauteuren Apple-Geräte ruinieren mich dermassen, dass ich mir kein ordentliches Mikro erlauben kan… ;-)

    Danke für den Mikro-Tip. Ich sehe schon, du hast dich mit dem Thema schon ausgiebig auseinandergesetzt.

    Zu dem Kopfhörer: Hat er sehr leiden müßen???
    Und hast du diesen Idioten anschliessend wenigstens ein paarmal mit dem Kopf gegen die Wand geklatscht??? :mrgreen:

  15. Ey Lou Flynn sagt:

    “Und hast du diesen Idioten anschliessend wenigstens ein paarmal mit dem Kopf gegen die Wand geklatscht??? :mrgreen:

    Wen, Herrn Sarrazin? Jau, hab ich! Danach hat er ein Buch geschrieben, glaube ich.

  16. Hihihihi… Na dann… Es hätte ja schlimmer kommen können. Stell dir vor, du hättest ihn gegen die Wand geklatscht, und er hätte sich ´ne Gitarre umgehangen, und versucht mit brutalen Legomännchen-Videos eine Weltkarriere zu starten. :mrgreen: :-P

  17. Bruder Grimm sagt:

    Ein Tipp vom Profi für Profis bzw. welche die es werden möchten. So jetzt brauche ich noch ne Tüte Talent – zufällig ein auch dafür einen Tipp???

  18. Julian sagt:

    Tja, da steckt dann doch ein wenig mehr Geld in meinem Heimstudio. Aber die Tipps reichen für den Start natürlich vollkommen. Wenn dann die Probleme mit dem Mix nicht wären… Entweder zu wenig Punch und ein sonst guter Mix oder zu viel Punch und ein schlechter Mix.

  19. Ey Lou Flynn sagt:

    @ Bruder Grimm – Mach mangelndes Talent einfach zu Deinem persönlichen Stilmittel, das Dich von der Masse abhebt! Ist ‘ne gute Taktik, es sei denn, Du willst lieber 10 öde Jahre üben.

    @ Julian – In weiser Voraussicht bin ich davon ausgegangen, dass Anfänger sowieso keinen wirklich überzeugenden Mix hinkriegen, ob sie nun 30-Euro-Kopfhörer oder 1000-Euro-Monitore haben. Ich meine, hey, schaut mich an, ich bin der beste Beweis! :mrgreen:

  20. Spanksen sagt:

    Wow, Audacity hört sich cool an und auch noch völlig umsonst – wer braucht da noch Cubase? ;-)

  21. Ey Lou Flynn sagt:

    Cubase ist mir viel zu kompliziert! Ich ziehe meinen Hut vor all den Hunderttausenden, die im Gegensatz zu mir wunderbar damit klarkommen :D

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